von Lagos bis Faro

Nun haben wir 10 Tagen nichts von uns hören lassen, und nun gibt es wieder einen kleinen Bericht:
11.08. Lagos - Albufeira
Nachdem wir das Internet erledigt hatten, ging es aus den Hafen raus direkt zu dem schönen Ankerplatz vor den Grotten, wo ausgiebig gebadet wurde.
Dann Segel hoch und auf nach Albufeira .  20,5sm werden es sein. Wir haben herrlichen Segelwind und der Motor darf sich ausruhen. Wir segeln bis vor den Hafen. Im Hafenbecken treffen wir Lisbeth wieder, aber wir können nicht bleiben, der Hafen ist voll. Wir gehen an der Mole vor Anker und das ist auch gut so, denn wir stehen ruhig.  Abgesehen von den verrückten Jet-Ski Fahrern, die im Ankerfeld hin und her kurven müssen. Aber am Morgen und Abend ist es herrlich und schwimmen und tauchen machen wie immer spaß. Frank und Felix gehen zum Friseur. Abends geht es in den Ort, Stadtbummel und Abendessen beim Inder, weil es in Lagos so toll war beim Inder.

13.08. Albufeira
Schon vor dem Frühstück geht´s Anker auf nach Vilamoura. Direkt vor dem langen Sandstrand am kleinen Fischerhafen lassen wir den Anker runter. Später fahren wir in den Hafen um festzustellen, daß er riesengroß ist und uns  nicht zusagt. Gehobene Klasse, nichts für uns , wir fragen gar nicht erst nach den Gebühren. Die Stadt (nur moderne Hochhäuser) müssen wir uns bei diesen Temperaturen auch nicht antun.
Bleiben also über Nacht an der Fischermole und haben wieder einen schönen Sonnenuntergang zu beobachten.


14.08. Vilamoura
wieder vor dem Frühstück geht es weit hinaus, herrlicher Segelwind, 26,7 sm nach Faro. Wir sehen unterwegs wieder Delfine, aber sie sehen uns nicht, sind sicher auf Jagd, schade.
Vor der Einfahrt in den Parque Naturale Ria Tormosa gehen wir für 2,0 Std. vor Anker. Felix und Charlie schwimmen zum Strand und sammeln Muscheln. Wir warten, das wir die Einfahrt passieren können, denn es ist gerade Niedrigwasser.
Wir sind verabredet bei Tonne 21, wo Lisbeth schon steht .
Bis Tonne 21 sind es ca. 5,0sm  quer durch den Naturpark vor Faro.
Faro : Hauptstadt der Algarve, Endstation für unsere Crewmitglieder. Aber noch ist es nicht so weit, wir haben noch einwenig Zeit, um uns hier umzusehen.
Vom Ankerplatz aus sieht Faro auch nur recht modern aus, aber Faro ist eine alte Stadt mit vielen alten Mauern. Sogar die Römer sollen hier schon mit ihren Galeeren angelegt haben. Na dann werden wir sehen, ob wir für unser Schlauchboot auch noch einen Platz erhaschen.
Vom Ankerplatz bis zum Hafen, wo nur Fischerboote und andere niedrige Boote stehen können, ist es noch einmal eine viertel Stunde mit dem Schlauchboot.
Wir sehen uns die alten Gemäuer aus dem 14.+15. Jahrhundert an, Vieles mußte nach dem Erdbeben 1755 wieder neu aufgebaut werden, aber für uns ist es fast genauso alt, nur im Reiseführer hört es sich so an, als würde es gerade gestern gewesen sein (1755).

16.08. Olhao

Morgens um 7,00Uhr ist Hochwasser und wir wechseln unseren Standort innerhalb des Naturparks und fahren ca. 6sm weiter Richtung Olhao. Hier macht sich der Tiedenhub noch mehr bemerkbar, das Ankerfeld ist auf einer fast kreisrunden Stelle, wo es tief genug ist zum Ankern. Rings herum geht das Wasser so weit zurück, das Sandbänke entstehen und man durchs Wasser waten kann. Um Muscheln zu sammeln und Fische zu beobachten einfach ideal.

17.08. Olhao
Nach dem Frühstück ging es zu den Sandbänken, um Muscheln zu sammeln, danach noch hinüber zum Strand, wo Felix in einer großen Wasserpfütze einen Tintenfisch aufscheucht und dieser mit seiner Tinte “rumspritzt”. Es ist schon interessant zu sehen , wie schnell sich die Tinte verteilt, und der Tintenfisch auf nimmer wiedersehen verschwinden kann.
Um nach Olhao zu kommen ist der Weg allerdings viel weiter und zudem ein ordentlicher Schiffsverkehr von Wassertaxis und Fähren. Also hatte Brigitte von der Lisbeth für uns alle ein Wassertaxi bestellt , mit dem wir bequem zum Ort kamen. Eine Fahrt 25.-€ für 7 Personen. In Olhao Einkaufsbummel und Abschiedsessen für Felix und Charlie. Natürlich beim Inder. Nur die Dame, die uns bedient hat, war diesmal keine Inderin sondern eine rassige portugisische Mama, die die Männer drücken und küssen mußte, so das Felix es mit der Angst zu tun bekam, das er auch noch an die Reihe kommt. Das sie es besonders auf seinen Opa abgesehen hatte, störte ihn dann doch weniger.

18.08. Olhao -  Faro
Um 9,30Uhr verlassen wir unseren Ankerplatz und fahren zurück zu Tonne 21 um von hier nach Faro und zum Flughafen zu kommen. Auf dem Weg packen Felix und Charlie ihre Taschen, am Ankerplatz wird nochmal gebadet, dann wird die Fahne eingeholt und schon gehts zum Flieger. Nun ist die schöne Zeit vorbei, und wir freuen uns alle schon auf die Herbstferien, wenn es heißt 1 Woche Puerto de Mogan.

Wir warten noch 1Std. nach dem der Flieger die Landebahn verlassen hat, weil es so sein soll, und fahren mit dem Taxi und einem unfreundlichen Taxifahrer (was uns zum ersten Mal passiert), zurück nach Faro und suchen eine Wäscherei. Der freundliche Herr am Flughafen konnte wohl den Stadtplan nicht richtig lesen, denn da wo er mir einen Kringel gemalt hat stand gar kein Haus. Auf der anderen Straßenseite aber ein Reisebüro mit Information. Die Dame, die uns bediente, mußte sich erst erkundigen suchte dann in unserer Karte, fand es mit den ganzen Straßen alles ungemein kompliziert und malte uns von Hand auf einem weißen Stück Papier 2 Straßen auf. Den Namen der 2. Straße gab es gar nicht. Vielleicht hieß die Straße vor Jahren so. Aber als wir auf einem Platz eine Gruppe von fünf älteren Herren ansprechen, die haben uns den Weg einfach erklärt, und wir haben es sofort gefunden. Nach vollbrachter Sucherei haben wir uns ein schönes Tunfischsteak a la Algarve gegönnt. Anschließend zum Ankerplatz und heute abend mal kein -Mensch ärgere Dich nicht- ist schon komisch nach 6 Wochen -Mensch ärgere Dich nicht oder mal Kniffel.

19.08. Tonne 21

Einsam und allein stehen wir an Tonne 21 an unserem 40.Hochzeitstag. Naja so schlimm ist es nicht, denn wir haben am Vormittag noch genug zu tun. Betten abziehen, Wäsche wegbringen, gleich wieder einkaufen, denn Getränke und Obst werden immer gebraucht. Nachdem wir zurück sind, hilft uns Georg von der Lisbeth noch beim Oelwechsel und schon ist es wieder abend.
Brigitte und Georg haben heute auch ihren einzigen freien Abend, denn morgen früh um 7,00 erwarten sie die nächsten Gäste.
Wir setzten uns gemütlich ins Cockpit und staunen über unseren 40. bei einem guten Glas Wein.

20.08. Faro
Wir holen unsere Wäsche ab, nicht ohne vorher bei 37° einen kleinen Stadtbummel zum Supermarkt zu machen. Müssen Betten beziehen und ein wenig putzen und warten auf die nächsten Gäste.

21.08. Faro
Heute werden die letzten Vorbereitungen , Wassertank füllen usw. ,erledigt , denn um 17,30 Uhr landet  Ilja ebenfalls hier in Faro . Die nächsten 2 Wochen werden wir gemeinsam an der portogisischen Küste verbringen.
Bis dahin wünschen wir allen eine schöne Zeit und wir melden uns danach wieder .