Ausflug über Curacao, und endlich auf Grenada angekommen

Am Montag, den 12.01. , ging das Boot planmäßig ins Wasser. Wir hatten nun im Boot und an Deck noch reichlich zu tun, aber alles hat gut geklappt. Wir lagen gut in der Zeit und konnten uns sogar am Donnerstag frei nehmen, um übers Land zu fahren und den Tag genießen.

die einsame Strecke zum Westpoint

nimmt kein Ende

die Kakteen sind hier ein bischen größer als bei uns im Wohnzimmer

dann die schönen Badestellen hier oben am äußersten Zipfel

wir haben natürlich keine Badesachen mit und schauen nur in die Sonne

auf dem Rückweg sehen wir dieses nette Auto

und diverse Windräder

Freitag haben wir dann ausklariert und anschließend das Auto am Flughafen wieder abgegeben.

auf dem Weg zum Flughafen

Am Sonnabend sind wir pünklich um 8.00 Uhr von Curacao Richtung Grenada gestartet und haben uns von Curacao verabschiedet.

nocheinmal die bekannte Kulisse

und die Brücke zum Schottegat, wo wir durchgefahren sind.

Der Wind und die Wellen versprachen gutes Wetter, also  waren die Voraussetzungen prima.

Wir haben dann abends in Bonaire doch noch einen Stopp eingelegt, um zu tanken und haben die Nacht an einer Mooring verbracht.

die Möven gucken uns nicht mehr mit dem … an, als wir uns von der Mooring lösen

Um 7.30Uhr ging es dann weiter.

Unser Autopilot lief bis zum Abend wunderbar. Dann hat er sich verabschiedet. Wir hatten die Wahl. zurück oder weiterfahren. Weiterfahren, aber d. h. von jetzt an Tag und Nacht am Ruder stehen.

Es war beschwerlich und nervenaufreibend. Einer mußte den Anderen ablösen und das Steuerrad nicht aus den Augen und den Händen verlieren. Nachts frischte der Wind regelmäßig auf, und das Lenken wurde zum Albtraum. In der dritten Nacht drehte das Ruder aus unerklärlichen Gründen einfach weg, und wir drehten uns im Kreis, einmal, zweimal, dreimal. Ich habe dann nicht mehr mitgezählt. In der falschen Richtung, also von Ost nach West hatten wir 8.6 Knoten Fahrt in der richtigen Richtung ging es runter bis auf 3 Knoten. Es ließ sich schlecht lenken, die Nacht war schwarz, Neumond, alles großer Mist. Hoffentlich wird es bald hell.

Am Tage hatten wir dann noch ein paar mal die große Freude, dass sich das Boot gedreht hat. Es war einfach zu starker Stromvon vorn.

Dann konnten wir etwas segeln. D.h. wir sind den ganzen Tag gekreuzt und nicht vorwärts gekommen. In der nächsten Nacht lief es dann etwas besser, der Wind hatte leicht gedreht und wir kamen voran.

So nun noch ein Tag und wir laufen am Abend in Grenada in der Prickly Bay ein. Es wurde 20.00 Uhr, bis wir endlich die Bucht erreicht hatten. Um 18.00 Uhr geht die Sonne unter und die Nacht ist wieder tief schwarz, aber es hat alles gut geklappt.

Am nächsten Morgen, Freitag, den 23.01. ging es zum Einklarieren. Auch eine schöne Prozedur, denn alle Inseln sind jetzt im Netz miteinander verbunden und so muss man sich auch online anmelden. Ich habe 3.0 Std. bei den Behörden zugebracht, und am Ende mein Formular doch wieder manuell ausfüllen müssen. Warum? die Zollbehörde in Curacao hat uns in die Liste der Schiffe aufgenommen, uns aber das Passwort , damit wir woanders einklarieren können, vergessen mitzuteilen. Schließlich malen die Mühlen hier etwas langsamer und der gute Mensch hat sicher schon an seinen Feierabend und nicht an uns gedacht. Wir werden beim nächsten einklarieren eine andere e-mail Adresse nehmen und hoffen, dass es dann klappt.

Nachmittags, bis spät abends, waren wir auf dem Boot. Impeller, Oelfilter und Oel mußten gewechselt werden, und alles hat wieder mehr Zeit in Anspruch genommen als gedacht.

Am Sonnabend wollte Frank sich um den Autopilot kümmern, aber dazu kam es dann auch wieder nicht, weil der Motor vom Dingi seinen Geist aufgegeben hat. Wir hatten ihn in Curacao kontrolliert, alles lief prima, aber nun wollte er nicht mehr. Zwei Stunden oder länger hat Frank ihm gut zugeredet, er blieb stur. Nun steht er neben dem Müllcontainer und wartet auf einen neuen Besitzer, der sich bestimmt mehr verspricht als der Motor halten kann.

Nun ist Frank glücklicher Besitzer eines neuen Motors und macht ein wirklich glückliches zufriedenes Gesicht.

da kommt er

so schnell war er ja noch nie

und er strahlt

Wenn er nachher wieder kommt, werden wir endlich zum Internet gehen, und unsere Post abschicken.

p.s. das mit dem Internet ist natürlich auch nicht immer so einfach wie man denken könnte, aber dazu ein anderes Mal.

Für heute

viele Grüße

Christel und Frank