Grenada - Carriacou

gestern, am Samstag, den 07.02., sind wir pünktlich um 8.00Uhr von der PrickleyBay gestartet. Die PrickleyBay liegt ganz im Süden der Insel, und als wir draußen waren und an der Insel entlang Richtung Carriacou segeln wollen, kommt der Wind wiedermal genau von vorn und die Windstärke liegt bei 4-8 Knoten. Super, kein Wind.

Ade Prickly Bay

Wir wollten schon in St. Georg wieder in den Hafen einlaufen, haben uns aber entschieden, doch noch ein Stück weiter zu fahren, denn zurück segeln können wir ja immer noch. Nach einiger Zeit hatten wir dann auch endlich etwas Wind und am Ende war es sogar ausreichend, so daß wir pünktlich um 16.00Uhr in der Tyrell Bay den Anker fallen lassen konnten.

Tyrell Bay wir kommen

Da Frank alles so erfolgreich reparieren konnte, lief der Autopilot wie geschmiert und wir hatten eine tolle Überfahrt. 40 Seemeilen in 8.00 Std., damit waren wir bei dem geringen Wind sehr zufrieden.

Rückblende:

Am Freitag, den 06.02. haben wir unseren Besuch, Uschi und Siegfried, von ihrem AIDA-Traumschiff abgeholt und ihnen die Insel gezeigt.

Einmal um die Insel mit drei verschiedenen Kleinbussen. Erst ging es an die Ostküste nach Grenville.

Durch den Regenwald vorbei an den höchsten Erhebungen der Insel. Berg auf Berg ab, scharfe Kurven links und rechts herum. Dann sind wir auf der Atlantikseite der Insel angekommen.

hier bezahlen gerade noch die letzten Fahrgäste ihren Fahrpreis von 2,-€ für 20km

Auf der Hauptstraße in Grenville

Weiter mit dem nächsten Bus quer durchs Land Richtung Norden nach Sauteurs.

Am Samstag ist hier Unabhängigkeitstag. Am Freitag gehen aber die Kinder alle geschmückt in den Farben der Insel rot, grün und gelb zur Schule und veranstalten überall kleine Umzüge in ihren Dörfern. Ein Bus mit lauter Musik fährt vorne weg (im Schritttempo) und die Kinder laufen hinterher, mit Tanz und Gesang. In Sauteurs war es gerade soweit als wir dort waren und schon gab es auf der einzig großen Hauptstraße einen Stau wie im Feierabendverkehr.



wir legen eine kleine Pause ein um etwas Kühles zu trinken

Frank wartet schon auf den Bus, und wir machen noch ein schönes Bild

Von Sauteurs ging es weiter mit dem Bus nach Gouyave in die Muskatnussfabrik.
Die Kleinbusse können normalerweise bis zu 14 Personen mitnehmen, dazu kommt der Fahrer und der Kassierer. Nun wird noch einbischen gequetscht und gedrückt und schon passen einpaar mehr Leute hinein. Das Beste was wir erlebt hatten war die Fahrt nach Gouyave wir waren 22 Personen im Bus. Allerdings ist während der Zeit der Busfahrer etwas gemächlicher gefahren, er hatte sicher Angst um sein Auto.

Gouyave

In Gouyave haben wir uns die unmengen von Muskatnüssen angesehen, die dort getrocknet, geschält und sortiert werden. Zum Schluss kommen sie in große Säcke und werden hinaus in die weite Welt geschickt. Es sieht alles sehr mittelalterlich aus, aber so haben ein paar mehr Männer und Frauen Arbeit, die bei einem modernen Betrieb alle zu Hause bleiben müßten. Ein bisschen Fischindustrie mit einer modernen Markthalle gibt es auch noch, aber sehr viele von den Dorfbewohnern lungern auf der Straße rum und verkürzen sich den Tag mit Rum von der stärksten Sorte.

Muskatnüsse und Mace, die Haut die um die Nussschale liegt, wird für Gewürze und Pharmaindustrie und Kosmetika verwertet

Wieder in St. Georg angekommen, gehen wir noch schnell zum Fischmarkt und auf den Gemüsemarkt und dann geht es endlich in die Prickleybay auf´s Boot. Auch hier gibt es ein Gläschen Rum , allerdings Rumpunsch, ein bischen baden und klönen und schon ist die Zeit für die Rückfahrt zum Traumschiff gekommen. Wir verabschieden Uschi und Siegfried und fahren wieder zurück, wo wir unser Boot für die Abreise am nächsten Tag klarmachen.

14 Tage haben wir hier gestanden, aber in keiner Nacht hat es so geregnet wie in dieser. Am nächsten Morgen sitzen wir auf unseren nassen Bänken und genießen das Frühstück :-)

Heute ist nun schon wieder Sonntag und der Fisch hat hervorragend geschmeckt.

Bis zum nächsten mal
Christel und Frank