von St. Vincent nach St. Lucia 54 sm

im Morgengrauen geht es los

Wallilabou Bay ist gleich nebenan, wo auch gerade ein Segler startet

Die ersten Seemeilen müssen wir auch wieder motoren, Segel und Motor sieht immer gut aus, so fahren die Katamarane, aber im Moment reicht der Wind nicht aus.

Kurz vor der Nordspitze pfeifft aber schon der Atlantikwind um die Insel herum, Motor aus, Genua raus, und ab gehts.

Der Wind frischt auf, es werden über 28 Knoten, die Welle baut sich bis auf 3m auf und schickt uns das Spritzwasser bis ins Cockpit. Herrlich, endlich mal wieder richtig segeln.

so wünscht Mann sich das Segeln, Frau geht lieber in´Keller und macht weitere Fotos.

aus dem Fenster Backbord,

aus dem Heckfenster,

und nach oben, um das kleine Segel zu zeigen.

Dann stelle ich mit Entsetzen fest, meine Küche, nie, nie vergesse ich die Ventile zu schließen. Aber man sollte nie nie sagen. Durch die Schräglage und das offene Ventil habe ich Seewasser im Waschbecken. Es ist natürlich auch etwas übergeschwappt, aber es ist ja nochmal alles gut gegangen. Gott sei Dank habe ich leere Wasserflaschen und kann die jetzt mit dem Salzwasser füllen. Drei Liter kommen zusammen, ganz schön.

Endlich haben wir dann nur noch um die 17 Knoten Wind, die Welle ist ruhiger und niedriger dann macht auch mir wieder das Segeln spaß.

Doch vorher muß ich mir etwas zu Essen nehmen, damit es mir wieder besser geht. Ich esse meine vorbereitete Portion Nudeln mit Hühnerfleisch extra scharf. Und als ich so esse denke ich - das darfst du niemals vergessen. Sollte ich nämlich jemals in die Verlegenheit kommen im Bett liegend essen zu müssen, will ich mich an diesen Moment erinnern können, daß es auch schön sein kann in dieser Position zu essen.

Die Handtücher hängen gerade nach unten, so das ich also liegend mein Essen genießen konnte ;-)

Kurz vor St. Lucia legt der Wind wieder zu, er umkreist die Südspitze der Insel und die Wellen schieben ihre Schaumkronen vor sich her.

Vor uns die Pitons

Im Windschatten der Insel wird es dann ganz ruhig, Frank bekommt seine Portion Essen und kann einen Moment verschnaufen.

Das hält natürlich nicht lange an, und schon geht es weiter. 7,5 Knoten Fahrt.

Der kleine Ort zwischen den Pitons, dann der Große,

und jetzt verschwinden sie hinter uns

Um 16,00 Uhr kommen wir an, eine dicke Salzkruste muß entfernt werden und ein schöner Segeltag ist zu Ende gegangen.

Bis bald

Christel und Frank